Badezimmerschrank für die Schlafzimmer — Maße, Lösungen, Ideen
Ein Badezimmerschrank mit einer geringen Tiefe von 15 bis 25 cm eignet sich hervorragend als platzsparende Stauraumlösung in engen Schlafzimmern, in denen klassische Kommoden zu weit in den Raum ragen.
Wer ein kleines oder ungünstig geschnittenes Schlafzimmer einrichtet, stößt mit herkömmlichen Möbelmaßen schnell an Grenzen. Wenn zwischen Bettkante und Wand nur ein schmaler Durchgang bleibt, ist für ein reguläres Sideboard mit 40 cm oder 50 cm Tiefe kein Platz. Hier bietet die Zweckentfremdung von Möbeln aus dem Sanitärbereich eine funktionale Lösung. Wie ein maßgeschneiderter Puzzlestein fügt sich ein schmaler Schrank in ungenutzte Nischen ein und schafft Stauraum, ohne die Laufwege zu blockieren.
Maße und Eignung: Wie tief sollte der Schrank sein?
Die Tiefe ist das entscheidende Kriterium, wenn ein Schrank in einem engen Raum aufgestellt wird. Während eine reguläre Schlafzimmer Kommode auf die Aufbewahrung von gefalteter Kleidung ausgelegt ist und entsprechend tief baut, punkten Badmöbel durch ihren schlanken Korpus.
Je nach verfügbarem Platz bieten sich unterschiedliche Maße an:
- 15 cm Tiefe: Diese sehr flachen Modelle eignen sich für Nischen hinter Türen. Sie fassen Kosmetikartikel, Parfümflakons, Schmuck oder Gürtel. Für Kleidung ist dieses Maß zu gering.
- 20 cm Tiefe: Ein Badezimmerschrank Tiefe 20 cm bietet bereits genug Volumen, um Unterwäsche, Socken oder kleine Handtücher gerollt unterzubringen.
- 25 cm bis 30 cm Tiefe: Ab diesem Maß lassen sich T-Shirts gefaltet lagern. Solche Badezimmerschränke Schmal bilden einen guten Kompromiss aus geringem Platzbedarf und nutzbarem Volumen.
Bei der Planung muss neben der Korpustiefe auch der Öffnungswinkel der Türen beachtet werden. Ein klassisches Topfband öffnet die Tür meist um 95° oder 110°. Dieser Schwenkbereich muss vor dem Schrank frei bleiben.
Material und Optik für den Schlafraum
Damit das Möbelstück im Schlafbereich nicht wie ein Fremdkörper aus der Nasszelle wirkt, ist die Wahl des Dekors wichtig. Die meisten Korpusse bestehen aus einer melaminbeschichteten Spanplatte oder aus MDF. Diese Materialien sind robust und leicht zu reinigen.
Für eine ruhige Raumatmosphäre eignen sich matte Oberflächen besser als Hochglanzfronten. Ein Weisser Badezimmerschrank fügt sich unauffällig vor hellen Wänden ein und lässt schmale Räume optisch größer wirken. Wer Kontraste setzen möchte, greift zu gedeckten Farben. Ein Badezimmerschrank Schwarz passt gut zu industriell angehauchten Einrichtungskonzepten, erfordert aber ausreichend Tageslicht im Raum.
Holzdekore wie Sonoma Eiche oder Wotan Eiche bringen Wärme in den Raum und schlagen eine optische Brücke zu bestehenden Betten oder Kleiderschränken aus Holz. Ein Modell, das als Badezimmerschrank Mit Schubladen ausgeführt ist, erhöht zudem den Komfort bei der Organisation von Kleinteilen. Hierbei ist darauf zu achten, ob ein Teilauszug verbaut ist oder ein Vollauszug, der den kompletten Zugriff bis zur Rückwand der Schublade ermöglicht.
Alternativen: Wenn mehr Platz vorhanden ist
Sobald der Grundriss großzügiger ausfällt, entfällt die Notwendigkeit, auf schmale Spezialmaße auszuweichen. An einer freien, breiten Wand bietet eine reguläre Kommode deutlich mehr Komfort für die Kleideraufbewahrung.
Für lange Wandflächen, etwa gegenüber dem Bett, eignen sich breite Ausführungen. Schlafzimmerkommoden mit einer Breite von 150 cm bis 200 cm bieten massiv Stauraum für Pullover und Hosen. Wird gleichzeitig ein TV-Gerät im Schlafzimmer genutzt, übernimmt ein Sideboard Für Fernseher eine Doppelfunktion: Es bietet eine stabile Stellfläche auf ergonomischer Höhe und verbirgt Receiver oder Kabel hinter seinen Türen.
Aufbau und Montage: Tipps für Heimwerker
Der Selbstaufbau eines schmalen Schrankes erfordert strukturiertes Vorgehen. Da diese Möbel oft sehr hoch und gleichzeitig wenig tief sind, weisen sie einen ungünstigen Schwerpunkt auf. Eine feste Wandmontage ist zwingend erforderlich, um ein Vornüberkippen beim Öffnen der Türen oder Schubladen zu verhindern.
Benötigtes Werkzeug
- Akkuschrauber mit passenden Bits (meist PZ2 oder TX20)
- Wasserwaage und Gliedermaßstab
- Bohrhammer und Steinbohrer (z.B. 8,0 mm für Standarddübel)
- Gummihammer für Holzdübel
Schritte bei der Montage
- Korpus montieren: Verbinden Sie die Seitenwände mit dem Boden und dem Deckel. Hierfür kommen meist Exzenterverbinder und Holzdübel zum Einsatz. Achten Sie darauf, die Rückwand exakt im rechten Winkel in die gefräste Nut einzuschieben und zu vernageln. Sie gibt dem Schrank seine Stabilität.
- Ausrichten: Stellen Sie den Schrank an die gewünschte Position. Nutzen Sie gegebenenfalls höhenverstellbare Sockelfüße, um Bodenunebenheiten auszugleichen. Die Wasserwaage hilft bei der exakten vertikalen Ausrichtung.
- Wandbefestigung: Markieren Sie die Bohrlöcher durch die vorgesehenen Montagewinkel an der Rückseite des Schranks. Bohren Sie die Löcher in die Wand, setzen Sie die Dübel ein und verschrauben Sie den Schrank fest mit dem Mauerwerk.
- Türen und Scharniere: Schrauben Sie die Kreuzmontageplatten in die vorgebohrte System 32 Lochreihe der Seitenwand. Klippen Sie das Topfband der Tür ein. Über die Einstellschrauben am Scharnierarm lässt sich das Fugenbild in Höhe, Tiefe und Neigung exakt justieren.
Rechnen Sie für den Aufbau und die sichere Wandmontage eines solchen Schrankes mit einem Zeitaufwand von 45 bis 90 Minuten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie tief ist ein Badezimmerschrank in der Regel? Klassische Schränke für das Bad haben meist eine Tiefe zwischen 15 cm und 35 cm. Sie sind bewusst schmal konstruiert, um in engen Räumen keine Laufwege zu blockieren.
Kann ich Badmöbel im Schlafzimmer verwenden? Ja, technisch und funktional spricht nichts dagegen. Wichtig ist lediglich, dass das Dekor zur restlichen Einrichtung passt und der Schrank aufgrund seiner geringen Tiefe kippsicher an der Wand verschraubt wird.
Welche Schrauben brauche ich für die Wandmontage? Das hängt von der Beschaffenheit der Wand ab. Für massives Mauerwerk (Beton, Ziegel) reichen Standard-Spreizdübel (8 mm) und passende Spanplattenschrauben (z. B. 5 x 60 mm). Bei Trockenbauwänden (Gipskarton) müssen spezielle Hohlraumdübel verwendet werden, um die Last sicher abzutragen.
Was ist der Unterschied zwischen Teilauszug und Vollauszug bei Schubladen? Ein Teilauszug lässt sich nur zu etwa 75 % aus dem Korpus herausziehen, der hintere Teil der Schublade verbleibt im Schrank. Ein Vollauszug ermöglicht es, die Schublade zu 100 % herauszuziehen, was den Zugriff auf Gegenstände im hinteren Bereich deutlich erleichtert.
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