Kleiderschrank 50 cm Tief

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Ein Kleiderschrank 50 cm tief ist ein platzoptimiertes Kastenmöbel zur Aufbewahrung von Textilien, das durch seine verringerte Korpustiefe gezielt für schmale Raumzuschnitte, Korridore oder kompakte Schlafbereiche konstruiert wurde, ohne auf eine reguläre Queraufhängung von Kleidung auf Standardbügeln zu verzichten.

Während im klassischen Möbelbau eine Korpustiefe von 60 cm als Standard gilt, erfordert moderne Wohnraumarchitektur oft schlankere Lösungen. Ein Schrank 50 cm tief spart gegenüber herkömmlichen Modellen genau jene zehn Zentimeter ein, die in engen Durchgängen über die ergonomische Nutzbarkeit entscheiden. Ein Schrank mit diesem Tiefenmaß fügt sich wie ein präzise gefräster Nut-Feder-Verband in schwierige Nischen ein, ohne den Bewegungsradius im Zimmer einzuengen. Auf dieser Kategorieseite finden Heimwerker und Einrichter technische Kennzahlen, Maßberechnungen für das Schrankinnere sowie Montagehinweise für die fachgerechte Aufstellung.

Maßberechnung und Nutztiefe: Wie Kleiderbügel im 50-cm-Korpus Platz finden

Die Außenmaße eines Schranks entsprechen nicht dem tatsächlich nutzbaren Innenraum. Bei der Planung müssen Materialstärken von Korpus und Fronten präzise einkalkuliert werden:

  • Außentiefe des Korpus: 50 cm
  • Materialstärke der Fronten: Typischerweise 16 mm (etwa bei melaminharzbeschichteter Spanplatte)
  • Rückwand: 3 mm starke HDF-Platte, eingenutet mit Versatz nach innen
  • Effektive Innentiefe: Etwa 47 cm bis 48 cm bei aufliegenden Drehtüren

Handelsübliche Kleiderbügel für Erwachsenenkleidung weisen eine Breite von 42 cm bis 45 cm auf. Da die lichte Tiefe bei Drehtürmodellen rund 47 cm bis 48 cm beträgt, können Hemden, Blusen, Sakkos und Hosen regulär quer zur Rückwand an einer herkömmlichen Kleiderstange aufgehängt werden. Die Textilien schließen bündig mit der Korpusvorderkante ab. Lediglich bei stark wattierten Daunenjacken berühren die Ärmelpartien die Türinnenseite leicht, was die Schließfunktion der Scharniere jedoch nicht beeinträchtigt.

Einsatzbereiche und Raumlösungen für die Korpustiefe 50 cm

Die spezifische Kleiderschrank Tiefe 50 cm löst Stellplatzprobleme in unterschiedlichen Wohnbereichen, in denen Standardkorpusse Laufwege blockieren würden.

Flure und Eingangsbereiche: Garderobenschrank 50 cm tief

In Dielen und Fluren ist eine ungehinderte Durchgangsbreite von mindestens 100 cm baulich anzustreben. Beträgt die Gesamtbreite eines Flurs beispielsweise 150 cm, würde ein 60 cm tiefer Schrank den Korridor auf ein beengtes Maß von 90 cm reduzieren. Ein Garderobenschrank 50 cm tief hält den Durchgang exakt auf dem erforderlichen Mindestmaß und stellt dennoch geschlossenen Stauraum für Übergangsjacken, Mäntel und Schuhe bereit. Für die strukturierte Aufteilung von Schuhpaaren oder Accessoires lässt sich der Innenraum über passendes Kleiderschrank Zubehör wie zusätzliche Einlegeböden erweitern.

Kompakte Schlaf- und Gästezimmer

In vielen Grundrissen schrumpft der Abstand zwischen Bettrahmen und Wand auf unter einen Meter. Bei einem herkömmlichen Tiefenmaß stoßen Drehtüren beim Öffnen an die Bettkante. Ein Schrank mit 50 cm Korpustiefe vergrößert die verbleibende Bewegungsfläche spürbar, sodass Schranktüren und Schubladen vollständig bedient werden können.

Kinder- und Jugendzimmer

Im Kleiderschrank Kinderzimmer oder im Kleiderschrank Jugendzimmer erweist sich das Maß als besonders zweckmäßig. Da Kinderkleiderbügel mit 30 cm bis 35 cm deutlich schmaler ausfallen, bietet die 50er-Tiefe mehr als ausreichend Raumreserve, während im Zimmer maximale Bodenfläche für Spiel- und Lernbereiche frei bleibt. Ein kompakter Kinder Kleiderschrank lässt sich zudem flexibel umstellen, wenn sich die Raumaufteilung im Laufe der Jahre ändert.

Konstruktion: Drehtüren versus Schiebetürsysteme

Bei der Wahl des Schranksystems ist die Wechselwirkung zwischen Türbeschlag und verbleibender Nutztiefe entscheidend.

Drehtüren mit Topfbändern

Klassische Drehtüren nutzen den verfügbaren Korpusraum optimal aus. Die Türen werden an den Außenseiten über Topfscharniere angeschlagen:

  • Topfbohrung: Standardmäßig 35 mm Durchmesser
  • Öffnungswinkel: Typischerweise 110° für ungehinderten Zugriff
  • Anschlagart: In der Regel als Eckanschlag ausgeführt, bei dem der Türflügel voll auf der Korpusstirnkante aufliegt
  • Spaltmaß: Über Einstellschrauben am Scharnierarm auf ein gleichmäßiges Bild von 2 mm bis 3 mm justierbar

Da der Türflügel nach außen schwenkt, geht im Inneren des Schranks kein einziger Millimeter Tiefe für die Beschlagtechnik verloren.

Schiebe- und Schwebetürsysteme

Wird ein Schiebe- oder Schwebetürensystem gewählt, müssen die Lauf- und Führungsschienen im oder direkt vor dem Korpus geführt werden. Diese Profilschienen sowie die Überlappung der beiden Türflügel beanspruchen eine Bautiefe von rund 5 cm bis 8 cm. Bei einer Gesamttiefe von 50 cm verringert sich die lichte Nutztiefe somit auf rund 40 cm bis 42 cm. In einem solchen Fall können Standardbügel nicht mehr quer gehängt werden; stattdessen kommen ausziehbare Frontal-Kleiderstangen zum Einsatz, bei denen die Kleidungsstücke hintereinander angeordnet werden.

Modellserie JOELLE: Kompakte Abmessungen und Dekore

Die Schranksysteme der Serie JOELLE sind mit ihren Abmessungen von 180 cm Höhe, 90 cm Breite und 50 cm Tiefe auf funktionale Raumnutzung ausgelegt. Die Konstruktion kombiniert ein oberes Schrankabteil mit zwei Drehtüren für Hängeware und Fachböden mit zwei separat zugänglichen Schubladen im unteren Bereich. Die Korpuselemente bestehen aus 16 mm starker, robuster Spanplatte mit widerstandsfähiger Melaminharzbeschichtung.

Die Farbvarianten decken vielseitige Raumkonzepte ab:

Montageanleitung für Heimwerker: Korpusaufbau und Ausrichtung

Die Montage eines zerlegt gelieferten Schranks mit 50 cm Tiefe lässt sich mit Standardwerkzeug schrittweise durchführen.

Erforderliches Werkzeug

  • Akkuschrauber mit Bits der Größen PZ2 und PH2
  • Schonhammer (Gummi- oder Holzhammer) zum bündigen Eintreiben der Holzdübel
  • Wasserwaage (mindestens 60 cm Länge)
  • Bandmaß oder Gliedermaßstab
  • Schlitz- und Kreuzschlitzschraubendreher zur Scharnierjustierung

Schritt 1: Korpusverbindung herstellen

Die tragenden Korpusverbindungen basieren auf einem dualen Verbindungssystem aus 8 x 30 mm Holzdübeln und Exzenterverbindern. Zunächst werden die Gewindebolzen in die vorgebohrten 5-mm-Löcher der Korpusseiten eingedreht. Die Holzdübel werden mit leichten Hammerschlägen eingesetzt. Anschließend werden Boden- und Deckelplatte aufgesteckt. Die Exzentergehäuse (15 mm Durchmesser) werden im Uhrzeigersinn um eine halbe Umdrehung angezogen, um die Platten spaltfrei und kraftschlüssig zusammenzuziehen.

Schritt 2: Rechtwinkligkeit und Rückwandmontage

Vor dem Befestigen der Rückwand muss der Korpus exakt im 90°-Winkel ausgerichtet werden. Messen Sie dazu die beiden Diagonalen von Ecke zu Ecke: Stimmen beide Maße auf den Millimeter überein, ist der Korpus rechtwinklig. Die Rückwand wird nun in die Nut eingeschoben oder mittels Rückwandnägeln im Abstand von ca. 10 cm bis 12 cm umlaufend fixiert. Die Rückwand verleiht dem Schrank seine diagonale Verwindungssteifigkeit.

Schritt 3: Schubladenführungen und Schubkästen

Die Führungsschienen für die integrierten Schubladen (Rollenführungen oder Kugelführungen) werden an den vorgebohrten Lochreihen im unteren Korpusteil mit 3,5 x 16 mm Spanplattenschrauben montiert. Die Schubkastenzargen werden separat gedübelt, der Boden eingelegt und die Frontblende arretiert, bevor die Schübe in die Führungsschienen eingesetzt werden.

Schritt 4: Schranktüren einhängen und justieren

Die 35-mm-Topfbänder werden in die Fräsungen der Türflügel eingelegt und verschraubt. Danach werden die Scharnierarme auf die Montageplatten an der Korpusinnenwand geklickt oder geschraubt. Über die drei Justierschrauben am Band lässt sich der Türflügel in Höhe, Tiefe und Neigung ausrichten, bis die Fugen gleichmäßig verlaufen.

Schritt 5: Wandverankerung (Kippschutz)

Aufgrund des Hebelarms bei ausgezogenen Schubladen und geöffneten Türen ist eine feste Wandverankerung baulich notwendig. Bei massivem Mauerwerk (Beton, Kalksandstein, Vollziegel) kommen 8-mm-Universaldübel mit passenden Rundkopfschrauben zum Einsatz. Bei Trockenbauwänden aus Gipskarton sind zugelassene Hohlraumdübel (Metall- oder Kippdübel) zwingend vorgeschrieben.

Modulare Kombinationen und verwandte Schrankmaße

Ein 50 cm tiefer Schrank lässt sich bei Bedarf modular mit weiteren Elementen ergänzen. Für flankierende Nischen eignen sich schmalere Beimöbel wie eine Kommode Tiefe 30 cm oder eine Kommode Tiefe 35 cm, um Wäsche und Kleinutensilien griffbereit zu verstauen. Für größere Wandflächen empfiehlt sich die Kombination mit einem Kleiderschrank 90 cm Breit oder einem Kleiderschrank 100 cm Breit.

Passende Alternativen und Ergänzungen aus unserem Sortiment:

Häufig gestellte Fragen

Passen Standard-Kleiderbügel in einen Kleiderschrank mit 50 cm Tiefe?

Ja. Bei einer Außentiefe von 50 cm verbleibt nach Abzug von 16 mm Frontstärke und Rückwandversatz eine lichte Innentiefe von ca. 47 cm bis 48 cm. Handelsübliche Kleiderbügel für Erwachsene messen 42 cm bis 45 cm in der Breite und lassen sich problemlos quer zur Rückwand aufhängen.

Wie viel Platz spart ein 50 cm tiefer Schrank im Vergleich zum Standardmaß?

Standardkleiderschränke weisen üblicherweise eine Korpustiefe von 60 cm auf. Ein Modell mit 50 cm Tiefe spart genau 10 cm Bautiefe über die gesamte Schrankfront ein, was in engen Fluren oder Durchgängen zwischen Bett und Wand für den nötigen Bewegungsfreiraum sorgt.

Warum reduziert sich die Nutztiefe bei Schiebetüren im 50 cm tiefen Schrank?

Lauf- und Führungsschienen sowie die Überlappung der Schiebetürflügel beanspruchen 5 cm bis 8 cm Bautiefe. Dadurch sinkt die nutzbare Innentiefe auf ca. 40 cm bis 42 cm. In diesem Fall empfiehlt sich der Einsatz ausziehbarer Frontal-Kleiderstangen.

Welche Werkzeuge werden für den Aufbau benötigt?

Für die Montage werden ein Akkuschrauber mit PZ2- und PH2-Bits, ein Schonhammer für die 8 x 30 mm Holzdübel, eine Wasserwaage zum Ausrichten des Korpus sowie ein Kreuzschlitzschraubendreher zur Feinjustierung der 35-mm-Topfscharniere benötigt.

Muss ein Kleiderschrank mit 50 cm Tiefe an der Wand fixiert werden?

Ja, eine Wandbefestigung ist zur Kippsicherung zwingend erforderlich. Beim Öffnen beider Türen oder Ausziehen beladener Schubladen verlagert sich der Schwerpunkt nach vorn. Im Mauerwerk genügen 8-mm-Universaldübel, bei Gipskartonwänden sind Hohlraumdübel vorgeschrieben.