Kleiderschrank 160 cm Breit

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Ein Kleiderschrank 160 cm breit ist ein maßgenaues Kastenmöbel für die Selbstmontage, das durch seine mittlere Baubreite als flexible Stauraumlösung zwischen kompakten Einzelschränken und raumgreifenden Schrankwänden fungiert. Mit einer lichten Gesamtbreite von 160 Zentimetern nutzt dieser Möbeltyp verfügbare Nischen und Wandflächen im Schlafzimmer, Flur oder Jugendzimmer effizient aus. Im Möbelbau bildet dieses Maß den Übergang zu großzügigen Mehrkammersystemen und erlaubt sowohl hohe Schranklösungen als auch breite, halbhohe Stauraumvarianten.

Konstruktion und Rastermaße: Warum ein Schrank 160 breit überzeugt

Die Dimensionierung von Möbeln folgt praxiserprobten Fertigungsrastern. Bei einer Nennbreite von 160 cm basiert der Korpus im Regelfall auf zwei gekoppelten Segmenten mit je 80 cm lichter Breite oder auf einer modularen Mehrfachteilung. Diese Koppelung gewährleistet, dass Einlegeböden und Kleiderstangen selbst bei hoher Belastung nicht durchbiegen, da die Spannweite der einzelnen Fachböden statisch stabil dimensioniert bleibt. Für die Raumplanung ist neben der Breite von 160 cm stets die Bautiefe ausschlaggebend:

  • Klassische Kleiderschranktiefe (ca. 60 cm): Erforderlich für Standard-Kleiderbügel auf einer Längsstange, damit Jacken und Hemden frei hängen und nicht an Schranktüren reiben. Wer ein tiefes Modell sucht, findet bei einem Kleiderschrank 50 cm Tief eine schlankere Schrankvariante.
  • Reduzierte Korpustiefe (33 cm bis 40 cm): Ideal für enge Verkehrswege wie Flure, Dielen oder schmale Schlafzimmerbereiche, primär ausgelegt auf Faltwäsche, Accessoires und liegende Textilien.

Suchanfragen nach Begriffen wie Schrank 160 cm hoch oder Kleiderschrank 160 hoch zielen häufig auf Raumsituationen mit architektonischen Einschränkungen ab. In Räumen mit Dachschrägen, niedrigem Kniestock oder in Mansarden bieten Modelle mit reduzierter Höhe bei voller Breite von 160 cm ausreichend Stauraumvolumen, ohne Sichtachsen und Lichtquellen zu blockieren. Auch im Kinder- und Jugendbereich erleichtert eine moderate Möbelhöhe den täglichen Zugriff auf Kleidung.

Materialeigenschaften und Beschlagtechnik für die Selbstmontage

Langlebige Stauraummöbel für den Selbstaufbau basieren auf veredelten Holzwerkstoffplatten. Zum Einsatz kommen formstabile Spanplatten sowie MDF-Platten (Mitteldichte Holzfaserplatten) mit einer Materialstärke von typischerweise 16 mm. Eine beidseitige Melaminharzbeschichtung schützt das Trägermaterial gegen Feuchtigkeit, Abrieb und Kratzer. Kanten werden durch stoßfeste ABS-Umleimer versiegelt, was Abplatzungen bei mechanischer Beanspruchung verhindert. Dekore wie Wotan Eiche, Sonoma Eiche oder matte und hochglänzende Unifarben schaffen dabei wohnliche Oberflächenstrukturen.

Scharniertechnik und Anschlagarten

An Drehtüren gewährleisten verdeckte Möbelbänder eine präzise Führung. Standard-Topfbänder weisen eine Topfbohrung mit einem Durchmesser von 35 mm auf. Der gängige Öffnungswinkel liegt bei 110°, wodurch der Schrankinhalt uneingeschränkt erreichbar bleibt. Heimwerker unterscheiden drei grundlegende Anschlagarten:

  • Eckanschlag: Die Schranktür deckt die Stirnseite der Korpuswand voll ab (Außenkorpus).
  • Mittelanschlag: Zwei nebeneinanderliegende Türen teilen sich eine gemeinsame Mittelwand (Zwillingstür mit gekröpftem Scharnierarm).
  • Innenanschlag: Die Tür schlägt bündig zwischen den Korpusaußenwänden ein.

Topfbänder mit integrierter Dämpfung (Soft-Close) bremsen die Schließbewegung auf den letzten Millimetern sanft ab. Montiert werden die Grundplatten meist mit Holzschrauben (Antrieb PZ oder TX) direkt im System 32, dem industriellen Reihenlochabstand von 32 mm. Passende Nachrüstsets und Ersatzteile finden Heimwerker im Bereich Kleiderschrank Zubehör.

Auszugssysteme: Führungen und Mechanik

Schubladen erweitern die Nutzbarkeit des 160-cm-Formats signifikant. Während Rollenführungen auf Kunststoffrädern als einfache Teilauszüge fungieren, bieten kugelgelagerte Teleskopschienen als Vollauszug einen 100-prozentigen Zugriff auf das gesamte Fach bis zur Rückwand. Konstruktiv ist zu beachten, dass Soft-Close-Dämpfer (bremsende Öldrucksysteme) und Push-to-Open-Systeme (federgelagerte Auswerfer für griffloses Öffnen) mechanisch gegensätzlich wirken und nicht in derselben Schiene kombiniert werden können.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: 160 cm breiten Schrank fachgerecht montieren

Die Montage erfordert Sorgfalt, passendes Handwerkzeug (Akkuschrauber, Kreuzschlitz-Schraubendreher, Gummihammer, Wasserwaage) und eine ausreichende Montagefläche. Das Ausrichten eines Schrankkorpus gleicht dem Gießen eines Hausfundaments: Stimmen die Winkel an der Basis nicht, klemmen später die Türen.

  1. Vorbereitung der Verbindungen: Holzdübel (Standardmaß 8 x 30 mm) in die vorgesehenen Bohrungen einsetzen. Exzenterbolzen in die Korpusplatten eindrehen. Die dazugehörigen Exzentergehäuse in den 15-mm-Bohrungen der Quer- und Bödenplatten platzieren.
  2. Korpusmontage im Liegen: Boden-, Seiten- und Deckelplatten auf einer weichen Unterlage zusammenfügen. Durch eine 180°-Drehung der Exzenter mit dem Schraubendreher ziehen sich die Platten formschlüssig zusammen.
  3. Diagonalen messen und Rückwand befestigen: Vor dem Fixieren der Rückwand beide Diagonalen von Ecke zu Ecke mit dem Bandmaß prüfen. Sind beide Maße exakt identisch, ist der Korpus im rechten Winkel. Anschließend die Rückwand umlaufend vernageln oder verschrauben, um dem Schrank die diagonale Steifigkeit zu verleihen.
  4. Aufrichten und Ausrichten: Den Schrank vorsichtig zu zweit aufrichten. Mit der Wasserwaage prüfen und Unebenheiten am Boden über verstellbare Möbelfüße oder Unterlegplättchen ausgleichen.
  5. Kippschutz anbringen: Den Korpus mit geeigneten Dübeln und Schrauben an der Raumwand gegen Umkippen sichern.
  6. Fronten und Türen justieren: Topfbänder an den Kreuzmontageplatten einrasten lassen. Über die drei Justierschrauben am Scharnierarm die Tür in Höhe, Tiefe und Neigung millimetergenau ausrichten, bis ein gleichmäßiges Fugenbild entsteht.

Breite Stauraumlösungen: Kommoden und Sideboards in 160 cm

Wenn die volle Breite von 160 cm gefordert ist, aber kein deckenhohes Möbel aufgestellt werden soll, bieten breite Schubladenkommoden eine platzsparende Alternative zum Hochkasten. Die Modellreihe GABRIEL kombiniert eine Gesamtbreite von 160 cm mit einer schlanken Tiefe von 33 cm und einer flexiblen Nutzhöhe von 92 cm beziehungsweise 70 cm.

Mit einer Aufteilung in 10 Schubladen (6 große und 4 kompakte Auszüge) schaffen diese Möbel strukturierten Stauraum aus 16 mm starken Platten, geliefert in 2 handlichen Packstücken zur einfachen Selbstmontage. Entsprechende Ausführungen setzen Akzente in unterschiedlichen Einrichtungsstilen:

Verwandte Maße und alternative Schrankkategorien

Je nach Schnitt des Raumes können schmalere oder breitere Abmessungen sowie alternative Möbeltypen eine sinnvolle Ergänzung darstellen:

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Stellfläche wird für die Montage eines 160 cm breiten Schrankes benötigt?

Für den liegenden Aufbau eines Schrankes mit 160 cm Breite benötigen Sie mindestens 3 x 2 Meter freie Bodenfläche. Das entspricht der Schrankhöhe plus etwa 50 cm Rangierraum in der Länge sowie der Schrankbreite von 160 cm zuzüglich seitlichem Bewegungsspielraum für den Monteur.

Eignet sich ein Kleiderschrank mit 160 cm Breite für Räume mit Dachschrägen?

Ja, sofern die Schrankhöhe auf den Kniestock abgestimmt ist. Bei niedrigen Schrägen bieten sich halbhohe Modelle mit Höhen von 70 cm bis 92 cm oder Schränke mit 160 cm Höhe an. Sie nutzen die volle Breite von 160 cm, ohne an die Schräge anzustoßen.

Wie werden unebene Böden bei einem 160 cm breiten Schrank ausgeglichen?

Der Ausgleich erfolgt über höhenverstellbare Sockelfüße mit M8- oder M10-Gewinde oder durch untergelegte Distanzkeile. Der Korpus muss zwingend mit der Wasserwaage exakt horizontal und vertikal ausgerichtet werden, damit Türen und Schubladen einwandfrei schließen und das Fugenbild parallel verläuft.

Welche Beschläge sind für Schranktüren im 160-cm-Maß üblich?

Üblich sind verdeckte Topfbänder mit 35 mm Topfbohrung und einem Öffnungswinkel von 110°. Je nach Korpusaufbau kommen Eckanschlag-Scharniere für die Außenwände und Mittelanschlag-Scharniere für geteilte Mittelwände zum Einsatz, meist verschraubt im 32-mm-System-Lochraster.