Einschraubdübel 34mm

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Einschraubdübel 34mm sind präzise gefertigte Bolzen aus verzinktem Stahl und robustem Kunststoff, die als tragender Kern in zerlegbaren Korpusverbindungen dienen und in Kombination mit Exzentergehäusen Bauteile form- und kraftschlüssig zusammenziehen. Im modernen Möbelbau und Innenausbau stellt dieses Bohrmaß das bewährte Standardmaß dar, um Schrankseiten, Zwischenböden und Konstruktionsböden dauerhaft spielfrei miteinander zu verkoppeln. Bei speziellen Projekten mit metrischen Gegenstücken, etwa bei der Verwendung von Komponenten aus einem Einschlagmuttern Sortiment, bieten passende Ausführungen maximale Stabilität in Spanplatten, MDF und Massivholz.

Funktionsprinzip und konstruktive Bedeutung des Maßes 34 mm

In der Möbelmontage fungiert der Exzenterdübel nach einem mechanischen Prinzip, das dem Getriebe einer Seilwinde gleicht: Sobald das im Fachboden eingelassene Exzentergehäuse gedreht wird, greift dessen innere Kurvenbahn den pilzförmigen Kopf des Bolzens und zieht die Kanten beider Holzwerkstoffplatten mit kontinuierlich ansteigendem Anzugsdruck fugenlos zusammen. Das Nennmaß von 34 mm definiert hierbei das exakte Bohrmaß bzw. Spannmaß. Es bezeichnet den lichten Abstand von der Außenkante des Fachbodens bis zum exakten Mittelpunkt der 15 mm großen Exzenter-Sacklochbohrung.

Das Einhalten dieses Konstruktionsmaßes ist für die Stabilität von Kastenmöbeln essenziell. Wenn die Distanz exakt 34 mm beträgt, schließt die Kante der Korpusseite bündig ab, ohne Überstand oder störende Fugenbildung. Da dieses Maß auf das klassische System 32 im industriellen Korpusbau abgestimmt ist, lassen sich Regalböden und Korpusrahmen im exakten Rastermaß fertigen und imontieren.

Gewindearten: Eurogewinde im Direktanzug vs. metrisches M6-Gewinde

Für eine belastbare Verankerung im Trägermaterial stehen bei den 34-mm-Bolzen zwei grundlegende Gewindetypen zur Auswahl, die je nach Werkstoffdichte, Belastungsprofil und Montageart eingesetzt werden.

Eurogewinde für den Direktverbau in Holzwerkstoffen

Das Eurogewinde, oft auch als Direktgewinde bezeichnet, besitzt ein ausgeprägtes, sägezahnartiges Flankenprofil. Es schneidet sich beim Eindrehen spanlos in die Holzfasern von beschichteten Spanplatten oder MDF-Platten ein, ohne den Plattenkern aufzuspreizen.

Einschraubdübel M6 mit metrischem Maschinengewinde

Ein Einschraubdübel M6 verfügt über ein zylindrisches Regelgewinde nach metrischer Norm. Diese Bauform wird nicht direkt in den Holzwerkstoff eingedreht, sondern greift in ein separat gesetztes Innengewinde ein, wie beispielsweise Rampa-Muffen, Quergewindebolzen oder Gewindehülsen.

Doppeldübel für durchgehende Schrankmittelwände

Treffen in einem mehrteiligen Schrankkorpus zwei Fachböden auf exakt gleicher Höhe an einer gemeinsamen Mittelwand zusammen, stößt die Montage einzelner Dübel an ihre Grenzen, da sich die Gewinde im Kern der Mittelwand behindern würden. Für diese Einbausituation ist der Doppeldübel die technisch saubere Lösung.

Ein Doppeldübel besitzt an beiden Enden ein 34-mm-Spannmaß mit jeweils einem Kopf für das Exzentergehäuse. Dazwischen liegt ein gewindeloser Steg, dessen Breite exakt auf die Plattenstärke der Mittelwand abgestimmt sein muss. Für standardmäßige 16-mm-Mittelwände wird der Doppeldübel 34+16+34mm eingesetzt. Der Dübel wird einfach durch eine durchgehende 8-mm-Bohrung der Trennwand geschoben, woraufhin die Fachböden von beiden Seiten aufgesteckt und über ihre Exzenter fixiert werden.

Bohrbilder, Toleranzen und fachgerechte Montage

Die Montage von Exzenterverbindungen erfordert präzises Arbeiten, da bereits geringe Maßabweichungen von mehr als 1,5 mm dazu führen können, dass die Exzenterkurve den Dübelkopf nicht mehr vollständig fasst.

  1. Stirnflächenbohrung: An der Stirnseite des Fachbodens wird mittig eine 8-mm-Bohrung gesetzt. Dieser Kanal nimmt später den Dübelschaft auf und führt ihn direkt in die Ausfräsung für das Exzentergehäuse.
  2. Flächenbohrung für den Exzenter: Auf der Unterseite des Bodens wird im Abstand von exakt 34 mm zur Kante eine 15-mm-Sacklochbohrung mit einem Forstnerbohrer eingebracht. Die Tiefe richtet sich nach der Höhe des Gehäuses (bei 16-mm-Platten meist 12 mm bis 14 mm).
  3. Dübel eindrehen: Der Einschraubdübel Holz wird mithilfe eines PZ2- oder PH2-Schraubendrehers senkrecht in die 5-mm-Bohrung der Schrankseite eingedreht, bis die Kunststoff-Manschette oder der Anschlagbund bündig auf der Plattenoberfläche aufliegt.
  4. Verriegelung: Die Platten werden zusammengefügt und das Exzentergehäuse wird mit einer Drehung von circa 180° bis 270° im Uhrzeigersinn festgezogen, bis ein starker mechanischer Widerstand den Formschluss bestätigt.

Anwendungsbereiche und Reparatur im Möbelalltag

Als klassischer Einschraubdübel Möbelverbinder findet dieses Verbindungselement überall dort Verwendung, wo Möbel zerlegbar und dennoch dauerhaft verwindungssteif bleiben müssen. Typische Anwendungsgebiete sind Kleiderschränke, Büromöbel, Wohnwände und modulare Küchenkorpusse. Auch als Ersatzteil bei Umzügen ist das Maß 34 mm der meistgefragte Standard, passend als Ersatz für viele gängige Möbelsysteme namhafter Hersteller wie IKEA, wenn Originaldübel verloren gingen oder die Bohrungen im Spanplattengefüge erneuert werden müssen.

Zur sauberen optischen Kaschierung der 15-mm-Exzenterbohrungen an sichtbaren Schrankunterseiten bieten sich passende Abdeckkappen an, die bündig in die Gehäuseöffnung eingedrückt werden.

Ergänzende Beschläge und verwandte Kategorien

Für den vollständigen Korpus- und Innenausbau umfasst das Sortiment von Furnica aufeinander abgestimmte Beschlagkomponenten, die sich nach Maß und Einsatzzweck modular kombinieren lassen:

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet das Maß 34 mm beim Einschraubdübel?

Das Maß 34 mm bezeichnet das sogenannte Bohrmaß bzw. Spannmaß. Es gibt den exakten Abstand von der Außenkante des anzuschließenden Fachbodens bis zum Mittelpunkt der 15-mm-Exzenterbohrung an. Die Gesamtlänge des Dübels inklusive Gewinde ist stets länger.

Welcher Bohrdurchmesser ist für einen 34-mm-Einschraubdübel mit Eurogewinde erforderlich?

Für das Eurogewinde ist eine Vorbohrung von exakt 5 mm Durchmesser in der Korpusseite vorgeschrieben. Die Bohrtiefe sollte etwa 11 mm bis 12 mm betragen, damit das Gewinde sauber greift, ohne die Plattenoberfläche aufzuspreizen.

Wann wird ein Doppeldübel mit der Abmessung 34+16+34mm verwendet?

Ein Doppeldübel 34+16+34mm wird eingesetzt, wenn an einer 16 mm starken Mittelwand zwei gegenüberliegende Fachböden auf gleicher Höhe montiert werden. Der Dübel wird durch eine 8-mm-Bohrung geführt und bedient links wie rechts ein Exzentergehäuse mit 34 mm Kantenabstand.

Wie kann ein ausgerissenes Bohrloch im Schrank repariert werden?

Ein ausgerissenes 5-mm-Bohrloch lässt sich auf 8 mm oder 10 mm aufbohren und mit einer passenden Gewindemuffe versehen. Anschließend wird ein Einschraubdübel mit M6-Maschinengewinde eingedreht, was eine noch höhere Ausreißfestigkeit als das ursprüngliche Direktgewinde bietet.

Wie weit muss das Exzentergehäuse angezogen werden?

Das Exzentergehäuse wird mit einem Schraubendreher im Uhrzeigersinn um etwa eine halbe bis dreiviertel Umdrehung (180° bis 270°) gedreht. Sobald ein fester Anschlag spürbar ist, ist die Verbindung kraftschlüssig arretiert. Weiteres Überdrehen kann das Zinkdruckgussgehäuse beschädigen.