Einschraubdübel 28mm

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Einschraubdübel 28mm sind präzisionsgefertigte Verbindungskomponenten aus verzinktem Stahl, die im modernen Korpusbau als formschlüssiger Bolzen für minifix-kompatible Exzenterverbinder dienen. Als tragende Komponente sorgt der Einschraubdübel für eine hochfeste, winkelgenaue und dauerhaft lösbare Verbindung zwischen vertikalen Seitenwänden und horizontalen Konstruktionsböden. Die Bemaßung von 28 mm kennzeichnet das funktionale Bohrmaß beziehungsweise das lichte Spannmaß, welches exakt den erforderlichen Abstand von der Stirnkante des Fachbodens bis zum Zentrum der 15-mm-Gehäusebohrung vorgibt.

Funktionsprinzip und konstruktive Eigenschaften des 28-mm-Maßes

In der industriellen Fertigung sowie im anspruchsvollen Handwerk bildet der Einschraubdübel Möbelverbinder das mechanische Rückgrat von Schränken, Regalen und Kommoden. Der Bolzen agiert im Holzwerkstoff wie das Fundament eines Brückenpfeilers: Er leitet auftretende Zug- und Biegekräfte direkt in das Material ab und hält das Möbelgehäuse selbst unter dynamischer Last verwindungssteif zusammen.

Das Maß von 28 mm stellt einen etablierten Industriestandard dar. Es ist optimal abgestimmt auf Materialstärken von 15 mm bis 19 mm, wie sie bei gängigen Spanplatten und MDF-Platten eingesetzt werden. Durch den definierten Abstand bleibt genügend Restmaterial zwischen der Exzenterbohrung und der Werkstückkante erhalten, wodurch ein Ausbrechen des Holzes unter hoher Zugspannung verhindert wird. Zudem gewährleistet die Schaftlänge von 28 mm, dass der pilzförmige Dübelkopf exakt im Arbeitsbereich der inneren Spannkurve des Exzentergehäuses positioniert wird.

Metrisches M6-Gewinde im Vergleich zu Direktgewinden

Die in dieser Kategorie geführten Bauteile besitzen ein metrisches M6-Maschinengewinde. Im Gegensatz zu Eurogewinden, die direkt in 5-mm-Bohrungen des Plattenwerkstoffs eingedreht werden, greift das M6-Gewinde in eine zuvor montierte Gewindemuffe (Rampamuffe) oder einen entsprechenden Dübeleinsatz ein.

  • Höchste Auszugskraft: Durch die Verankerung der M6-Muffe im Holz verteilt sich die Zugkraft über eine wesentlich größere Fläche als bei einem direkt schneidenden Gewinde.
  • Verschleißfreie Demontage: Korpusse, die mit M6-Einschraubdübeln montiert werden, lassen sich beliebig oft zerlegen und wieder aufbauen, ohne dass Bohrungen im Holzwerkstoff ausleiern oder an Festigkeit verlieren.
  • Präziser Anschlag: Der integrierte Bund des Dübels sorgt beim Einschrauben für eine exakte Tiefenbegrenzung. Dadurch schaut stets die exakt definierte Schaftlänge von 28 mm aus der Korpuswand heraus.

Der Antrieb am Dübelkopf ist in der Regel als Kreuzschlitz für PZ2- oder PH-Klingen ausgeführt. Dies ermöglicht eine zügige manuelle oder maschinelle Verarbeitung mit geringem Drehmoment.

Einfluss stabiler Korpusverbindungen auf Beschläge und Fronten

Ein exakt gefügter Korpus ist die Grundvoraussetzung für die einwandfreie Funktion sämtlicher nachgelagerter Möbelkomponenten. Weist das Grundgerüst minimale Maßabweichungen oder Winkelungenauigkeiten auf, führt dies unweigerlich zu Problemen bei der Montage beweglicher Elemente.

Besonders sichtbar wird dies an Möbelfronten: Wenn Türen über Topfbänder / Schrankscharniere oder moderne Topfbänder / Schrankscharniere mit dämpfung (Soft Close) justiert werden, muss die Korpusöffnung absolut rechtwinklig stehen, um ein gleichmäßiges Fugenbild zu erzielen. Ungleichmäßige Fugen verstärken sich optisch drastisch, wenn lineare Beschläge wie Möbelgriffe 128 mm oder kontrastreiche Möbelgriffe Schwarz Matt montiert sind. Auch die leichtgängige Funktion von Schubkästen – beispielsweise bei Unterflurführungen Schubladenschienen oder Schubladenschienen mit dampfung – setzt formstabile Korpuskanten voraus. Gleiches gilt für Einbauten wie ein Schrankschloss mit Gestänge, sonstige Möbelschlösser oder einen schmalen Küchenschrank Auszug 20 cm, deren Schließbleche und Führungen exakt fluchten müssen.

Bohrbilder, Maßnehmen und Montageanleitung

Die Montage von 28-mm-Einschraubdübeln mit M6-Gewinde erfordert eine präzise Ausführung der Bohrungen im Vorfeld. Die folgenden Schritte führen zu einer passgenauen Verbindung:

1. Vorbereitung der Korpusseitenwand

In die vertikale Seitenwand wird an der vorgesehenen Rasterposition eine Bohrung für die M6-Gewindemuffe gesetzt. Je nach Außendurchmesser der verwendeten Muffe beträgt der Bohrdurchmesser im Holz meist 8 mm oder 10 mm. Nach dem bündigen Eindrehen der Muffe wird der Einschraubdübel mithilfe eines PZ2-Schraubendrehers bis zum Anschlagbund eingeschraubt.

2. Bearbeitung des Fachbodens

Im horizontalen Fachboden oder Konstruktionsboden sind zwei zueinander orthogonale Bohrungen erforderlich:

  • Stirnseitige Längsbohrung: An der Plattenkante wird mittig ein Loch mit einem Durchmesser von 8 mm gebohrt. Hier wird später der Schaft des Bolzens aufgenommen.
  • Exzenter-Topfbohrung: Auf der Plattenunterseite wird mit einem 15 mm Forstnerbohrer die Aussparung für das Exzentergehäuse eingebracht. Das Zentrum dieser Bohrung muss exakt 28 mm von der Außenkante entfernt liegen. Die Bohrtiefe beträgt bei 16 mm Plattenstärke circa 12 mm bis 12,5 mm, bei 19 mm Plattenstärke circa 14 mm bis 14,5 mm.

3. Zusammenfügen und Spannen

Der Fachboden wird auf den vorstehenden Dübel aufgeschoben, bis die Stoßkanten vollflächig anliegen. Nun wird das Exzentergehäuse in die 15-mm-Bohrung eingesetzt und mit einem Schraubendreher um 180° bis 210° im Uhrzeigersinn angezogen. Durch die Drehung hintergreift die Spannkurve den Bolzenkopf und zieht die Verbindung spielfrei zusammen. Nach erfolgter Montage können offene Gehäusebohrungen mit passenden Abdeckkappen optisch sauber verschlossen werden.

Bedarfsgerechte Gebindegrößen für Werkstatt und Industrie

Je nach Projektumfang stehen verschiedene Verpackungsgrößen des verzinkten 28-mm-Stahldübels zur Auswahl:

Verwandte Befestigungssysteme und Möbelbeschläge

Je nach Plattenmaterial und Konstruktionsaufgabe bieten sich alternative oder ergänzende Verbindungselemente aus unserem Sortiment an:

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet die Maßangabe 28 mm beim Einschraubdübel?

Die 28 mm bezeichnen das Spannmaß vom Anschlagbund bis zur Kopfmitte. Bei der Bearbeitung des Fachbodens muss das Bohrloch für das 15 mm Exzentergehäuse exakt mit 28 mm Abstand von der Plattenkante gebohrt werden, damit der Dübelkopf exakt in die interne Spannkurve greift.

Kann ein M6-Einschraubdübel direkt in eine Spanplatte geschraubt werden?

Nein, ein metrisches M6-Gewinde schneidet sich nicht selbst in Holzwerkstoffe. In die Korpusseitenwand muss zwingend eine M6-Gewindemuffe oder ein Kunststoff-Einsatz eingelassen werden. Diese Muffenverbindung sorgt für maximale Auszugsfestigkeit und ermöglicht ein beliebig oft wiederholbares Montieren ohne Materialverschleiß.

Welche Bohrdurchmesser sind für die Montage eines 28 mm M6 Dübels erforderlich?

Für die Aufnahme der Gewindemuffe in der Korpuswand ist meist ein 8 mm oder 10 mm Bohrer nötig. Der Fachboden benötigt stirnseitig eine 8 mm Längsbohrung für den Dübelschaft sowie auf der Fläche eine 15 mm Topfbohrung für das Exzentergehäuse.

Wie tief muss die Bohrung für das Exzentergehäuse ausgeführt werden?

Die Bohrtiefe richtet sich nach der Stärke des Fachbodens. Bei handelsüblichen Spanplatten mit 16 mm Stärke liegt die empfohlene Topfbohrtiefe bei 12 mm bis 12,5 mm. Bei stärkeren Platten mit 19 mm Stärke wird eine Bohrtiefe von 14 mm bis 14,5 mm gewählt.